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Hartlaub, C.G.C. und Trinks, C.F.: Reine Arzneimittellehre

Carl Georg Christian Hartlaub und Carl Friedrich Trinks, zwei befreundete homöopathische Ärzte und Zeitgenossen Hahnemanns, legten 1828 den ersten Band ihrer Reinen Arzneimittellehre vor, die bis 1831 mit zwei weiteren Bänden vervollständigt wurde.

Wenngleich die Herausgeber nicht zu den engsten Schülern Hahnemanns gerechnet werden können, so gaben sie mit der Reinen Arzneimittellehre doch ein Werk heraus, das nicht nur im Titel eine enge Verwandtschaft mit Hahnemanns gleichnamiger Materia Medica aufweist. Nichts bei Hartlaub und Trinks widerspricht den dort zugrunde gelegten Richtlinien.

Einige der von ihnen veröffentlichten Arzneiprüfungen wurden in Hahnemanns Arzenimittellehren integriert, dabei wurden jedoch zahlreiche Symptome in einem Maße verändert bzw. gekürzt, das den - nun wieder möglichen - vergleichenden Rekurs auf die Quellen notwendig macht.

Andere Arzneimittelprüfungen wiederum wurden ausschließlich von Hartlaub und Trinks veröffentlicht: so zum  Beispiel diejenigen von Bovista, Castoreum, Indigo, Magnesium sulphuricum, Natrium sulphuricum, Niccolum, Plumbum, Secale cornutum, Strontium carbonicum, Tabacum.

Neben den vollständigen Arzneiprüfungen enthält diese Sammlung auch noch wertvolle Ergebnisse von Nachprüfungen von bereits zuvor geprüften Arzneien.

Ein sehr gutes Werk zum Studium der Originalsymptome der Arzneimittel sowie des Materia-Medica-Vergleichs anhand der Primärliteratur.

Originalausgabe: Leipzig 1828-31, IV/886 Seiten