Briefe über Homöopathie 1833-1834. Gesamtausgabe Band 1-3
Joseph Attomyr, der ein ungebändigtes aber kurzes
Leben führte, lebte von 1807 bis 1856. Ursprünglich ein heftiger Gegner
der Homöopathie, verwandelte er sich zu einem der glühendsten Verfechter
dieser Heilmethode. Mit seinem frischen, satirischen und manchmal
aggressiven Temperament wurde Attomyr - selbst dem Tode durch eine
Heilung mit der homöopathischen Arznei Sepia entronnen - zu einem auch
von Hahnemann sehr respektierten Homöopathen, der seinerseits wenig
Respekt kannte.
Seine Briefe, die eine Fülle an homöopathischen Bonmots, Einblicken in die damalige Zeit, praxisrelevanten Hinweisen und gesunder Kritik an oberflächlichem Scheinwissen beinhalten, sind es wert, mehr als einmal gelesen zu werden.
Was Attomyr beispielsweise über das Thema der
Gabenwiederholung schreibt, ist - obwohl er jede Schematisierung hierbei
in Grund und Boden stampft - ungemein erhellend:
„Ich bin
überzeugt, daß es keine, weder acute noch chronische Krankheit ohne
bedeutende organische Destructionen gibt, die nicht der allerkleinsten
Gabe einer, derselben vollkommen homöopathisch entsprechenden, Arznei,
in der kürzesten Zeit weichen müßte. (...) Paßt das Mittel ganz, so
hilft es, ohne wiederholt worden zu sein. Greife ich zu Wiederholungen,
so hat es schon deshalb nicht ganz entsprochen."
Nicht, daß Attomyr nur daherpoltert. Er belegt jedes seiner Argumente mit gut nachvollziehbarer Klarheit. Aufgeteilt in 3 Bücher, enthält diese Gesamtausgabe insgesamt neunundzwanzig Briefe, die an meist nicht zu identifizierende Empfänger gerichtet sind. Jeder Brief ist mit einem eigenen Inhaltsverzeichnis versehen.
Einige Beispiele:
Obermedicinalrath Ringseis und die Halbhomöopathen
Die Homöopathie wird die Kuhpockenimpfung entbehrlich machen
Gegen den Wucher der Buchhändler zum Schaden der Homöopathie
Constantin Herings neueste Aufsätze.
Attomyr hat zu jedem homöopathisch relevanten Thema etwas Kluges oder Humorvolles oder Aufklärendes zu sagen.
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